Vielfalt der Erfahrung und Inspiration...

... ist die Konstante in meinem Leben. Ich lebe das perfekte Leben und bin in Frieden mit mir und der Welt. Ich habe in gesunden und psychotischen Phasen Einzigartiges erlebt und realisiert und die Depressionen überlebt. Heute bin ich stabil zufrieden und achte, mit psychiatrischer Unterstützung und Grundeinkommen, sehr darauf, das auch zu bleiben.

Psychosen

Wäre meine Krankheit eine Substanz, es wäre eine äusserst beliebte und verheerende Droge. Das positive Erleben der psychotischen Phasen machte mich lange Zeit zum Drehtürenpatienten und eine Behandlung sehr schwierig. Dass die Depression meist auch dazugehört, wollte ich nie richtig glauben und tatsächlich, meine letzte Psychose verlief ohne Depression.

FU-Psychiatrieerfahrung

Über 20 fürsorgerische Unterbringungen in 25 Jahren musste ich über mich ergehen lassen und bewältigen. Ich habe in verschiedenen Phasen meines Lebens jede Haltung zur Psychiatrie ausprobiert und zu einer achtsamen und selbstbewussten Kooperation mit Medikamenten und psychiatrischer Begleitung gefunden.

Verschiedene Grundeinkommensunternehmen

Seit 2003 bin ich unter verschiedenen Labels GrundeinkommensSolopreneur zum Thema Psychosen, Recovery, Kunst, Coaching, Moderation, Empowerment, Kommunikation, Mentoring und realisiere mit Betroffenen und Angehörigen Projekte. Darin eingewoben ist mein eigener Psychosen und Recoveryweg. Seit 2018 biete ich diese Erfahrungen und Inspirationen Psychose Fachpersonen an.

Bedeutung Selbsten.ch

Der Name Selbsten.ch meint das Selbst im Fluss (prozesshaft). Obwohl wir manchmal den Eindruck haben fest zu sein, verändern wir uns andauernd und passen uns bestenfalls immer wieder der Welt, welche sich ebenfalls dauernd verändert, an. Diese Betrachtungsweise ist hilfreich im Bewältigen von Psychosen und Lebenserschütterungen im Allgemeinen.

Engagements

Andauernd: - Behandlungsbeirat UPK Basel. Seit 2018.

- Stammtisch mit Verein "Selbstvertretung psychische Gesundheit".

Vergangen: Referat Afterworkevent VFP-APSI.

Kommend: - careArt Symposium 2021, Basel Workshopteam: Leitung Dr. phil. Franziska Rabenschlag UPK Basel.

- Jubiläum "Zentrale Patientenaufnahme UPK" (verschoben) Referat.

- Jahrestagung SGSP (17.9.20) Podium: Wie Peers die Psychiatrie verändern. Mit Regula Lüthi, Andrea Zwicknagel und Claude Spiller.

Coaching + Moderation

Coaching + Moderation ist mir lebenslange Gesprächshaltung und war in der Zeit meines Lebenskunstlabors Schwerpunkt meiner Tätigkeit und Forschung. Ich verwende kein System, sondern basiere auf achtsamem Mitgefühl, mutiger Intuition, eigener Erfahrung und Humor. Wie bei all meinen "Künsten" bin ich der Lesende und praktisch Selbsterforschende. Sie erhalten bei mir niemals eine bestimmte Schule, sondern immer eigenständige Massarbeit.

Trialogmoderation

Die Trialogerfahrung (gleichberechtigte Gespräche mit Betroffenen, Angehörigen und Profis) war auf meinem Weg sehr wichtig. Zuerst als Teilnehmer, später als Teammitglied und Moderator konnte ich lernen, das vielfältige Psychoseerleben einzuordnen und Gemeinsamkeiten mit anderen Schicksalen zu erfahren. Die Angehörigensicht meiner Kindheit wurde bewusster und die Profisicht als Unternehmer wurde vorstellbar.

Erfahrenen + Angehörigennetzwerk

Ich verfüge über ein Beziehungsnetz Psychose- und anderer Psychiatriebetroffener mit denen ich in regelmässigem Austausch bin. Zudem bin ich im Verein "Selbstvertretung psychische Gesundheit" engagiert. So wird meine eigene Erfahrung durch andere Sichtweisen ergänzt. Selbstverständlich beachte ich den Persönlichkeitsschutz und nenne keine Namen oder zurückverfolgbare Informationen.

Entsuchtung

Meine Nikotin- und Cannabissucht überwunden zu haben, erfüllt mich täglich mit Freude und Genugtung. Grundlage war die meditationsbasierte Einsicht in die selbstschädigende Praxis des Konsums. Als ich das wirklich verstanden hatte, war die Veränderung der Gewohnheit ein Leichtes. Grundlage dieser Einsicht war die Meditation. Heute lebe ich abstinent.

Meditation

Ich habe 1992 begonnen Zengeschichten und OSHO zu lesen, doch erst 2008 hab ich im tibetischen Buddhismus einen Lehrer gefunden und begonnen zu praktizieren. Mittlerweile hab ich etwas Erfahrung und eine stabile, regelmässige Praxis, welche die Basis meiner Zufriedenheit bildet. Ich habe auch entdeckt, wie die Praxis mir zeigt, wann ich mein Medikament erhöhen muss.

Kunst + Fotografie

Im Kunstatelier 2mk für Psychosebetroffene haben wir gemeinsam unter meiner Leitung Kunstoption produziert und ausgestellt. Wir waren erfolgreich, doch meine Krankheit war stärker. Meine Fotografien kommen direkt aus einer Canon powershot G5X und sind nicht bearbeitet. 10 Jahre lang hab ich fast ausschliesslich Bodenbilder gemacht. Heute Spiegelungen. Alle Bilder auf der Website können Sie durch klicken vergrössern.

Polyprofessionell

Meine polyprofessionelle Phase zwischen 20 und 28 war für meine berufliche Neufindung nach meiner Erkrankung sehr hilfreich. Ich war Kellner, Entwicklungshelfer, Segellehrer, Skilehrer, Nachtauditor, Tontechniker, Softwaresupporter, Trickfilmunternehmer und Gesang/Tanzstudent. Ich musste mir nie vorwerfen, vor meiner Erkrankung keine Erfahrungen gemacht zu haben.

Biografie in 5 Phasen

1966-86. Kindheit und Grundausbildung. Suizid des Vaters wegen Psychosen und Angst vor der Psychiatrie, Mechanikerlehre abgeschlossen.

1986-94. Polyprofessionelle Arbeitsphase. Was kann ich alles arbeiten und lieben?

1994-2003 und weiterhin. Psychotische Erkrankung. Meine 100% IV-Rente nenn ich Grundeinkommen.

2003-2019. Leben von grundeinkommensbasierten künstlerischen, selbstforschenden und beratenden Unternehmen (2mk.ch, Inspirin.ch).

Seit 2019. InspirationsPeer und Inhaber von Selbsten.ch